Hanglandschaft in der Stadt
Das Projekt gestaltet ein Hanggrundstück in stadtnaher Lage bei Wien in eine klar gegliederte, zeitgemäße Gartenlandschaft. Durch die Terrassierung der Topografie entstehen differenzierte Außenräume mit jeweils eigener Funktion und Atmosphäre – von repräsentativem Eingangsbereich über ruhige Gartenräume bis hin zur offenen Pool- und Aufenthaltszone.
Die Gestaltung folgt einer reduzierten Materialpalette aus Beton und Holz, die einen ruhigen architektonischen Rahmen bildet und die Verbindung zwischen Gebäude und Landschaft stärkt. Präzise Linienführungen und klare Raumkanten strukturieren den Hang und machen die Höhenunterschiede erlebbar.
Die moderne, standortgerechte Bepflanzung setzt auf strukturgebende Gräser, Stauden und Gehölze mit saisonaler Dynamik. Unterschiedliche Pflanzbereiche schaffen abwechslungsreiche Raumbilder und fördern gleichzeitig Biodiversität.
So entsteht eine funktionale und zugleich atmosphärische Hanglandschaft, die urbanes Wohnen und Natur in Einklang bringt.





Vom Erstgespräch bis zum Paradies
Der Kunde kam auf uns zu, nachdem er das Grundstück mit den bestehenden Gebäuden und dem Garten erworben hatte. Wir wurden mit der Planung und Ausführung des Gartens beauftragt. Eine der Herausforderungen war der Umgang mit den Höhen und Böschungen. Da die angrenzenden Grundstücke alle unterschiedlich hoch waren, war es zunächst schwer, sich einen Garten vorzustellen.
Nach dem Abriss der vorhandenen Strukturen besprachen wir die ersten Entwurfsideen. Über mehrere Gespräche hinweg entwickelte sich schließlich die endgültige Gestaltung.












In der Planung wurde ein besonderes Augenmerk auf den Vorgarten gelegt, da die vorhandene Fläche sehr groß war und es starke Höhenunterschiede gab. Durch eine durchdachte Planung der Rampen- und Stiegensituation konnte zusätzliche Grünfläche geschaffen werden. So entstand ein sehr moderner Vorgarten mit einem Säulenginkgo als Blickfang.
Die Staudenbeete im Hauptgarten und am Verbindungsweg, der mit einer wassergebundenen Wegedecke versehen wurde, wurden üppig und buntblühend angelegt. Das Ziel war es, das ganze Jahr über Farbe in den Garten zu bringen. Die eingesetzten Gehölze wurden mit Fokus auf ihre Herbstfärbung und ihre Anpassung an den Standort ausgewählt. Ginkgo, Amberbaum und Felsenbirne überzeugen somit auch im Herbst mit ihrem Laub.











Auf dem Vordach und dem Garagendach kamen Dachbegrünungen zum Einsatz. Während das Vordach mit trockenheitsresistenten Gräsern bepflanzt wurde, kamen auf dem Garagendach verschiedene Sedumarten zum Einsatz.
Bei der Materialauswahl wurde auf Reduktion gesetzt: Beton, Holz und Keramik dominieren. Beton wurde im ganzen Garten verwendet, beispielsweise für die Eingangsrampe, Betontrittsteine und Betonwinkelstützmauern im Hauptgarten. Die beiden Terrassen im Poolbereich und im Dachgeschoss wurden aus Thermo-Esche gefertigt und bestechen durch ihr klares und modernes Design.

